02.02.2016
2015

Bosch-Umsatz erreicht erstmals 70 Milliarden Euro

Die Bosch-Gruppe erzielte nach vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2015 erstmals einen Umsatz von über 70 Milliarden Euro. Das Unternehmen konnte die Erlöse im vergangenen Jahr um rund 10 % steigern.

Auch die Ertragslage hat sich weiter verbessert. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) inklusive Sondereffekte liegt bei rund fünf Milliarden Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis beträgt rund 4,5 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Rendite liegt mit rund 6,5 Prozent über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Eigenkapitalquote und Liquidität bleiben trotz der Milliardenakquisitionen der BSH Hausgeräte GmbH und der Robert Bosch Automotive Steering GmbH unverändert hoch. „Dank unserer Innovationskraft konnten wir 2015 in herausforderndem wirtschaftlichen Umfeld und teils stagnierenden Märkten unseren Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen. Wesentliche Treiber der positiven Geschäftsentwicklung sind zunehmend Lösungen für die vernetzte Welt“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH.

 
   

Die Umsatzentwicklung der vier Unternehmensbereiche war 2015 unterschiedlich. Dr. Stefan Asenkerschbaumer, Finanzchef und stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung, dazu: „2015 haben wir in vielen Bereichen unsere Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert und Marktanteile gewonnen.“ Der Unternehmensbereich Mobility Solutions hat trotz weltweit nur schwach wachsender Automobilproduktion seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen deutlich gesteigert. Der Umsatz wuchs 2015 um zwölf Prozent auf 41,7 Milliarden Euro. Bosch war im vergangenen Jahr unter anderem sehr erfolgreich mit Benzin- und Dieseleinspritzsystemen, Fahrerassistenzsystemen sowie Infotainmentsystemen.

Klimaschutz – ohne den Diesel geht es nicht

Großes Potenzial sieht Bosch auch im Zweirad- und Nutzfahrzeugbereich. Für beide Branchen hat das Unternehmen deshalb eigene Einheiten gegründet, um Markt- und Kundenbedürfnisse besser befriedigen zu können. Automatisierung, Elektrifizierung und Vernetzung – die drei großen Trends der Mobilität – werden auch auf Nutzfahrzeuge und Zweiräder nachhaltige Auswirkungen haben. Im Nutzfahrzeugbereich wird zunehmende Automatisierung künftig zur Reduzierung von Unfällen beitragen. Einspritzsysteme für Zweiräder – anstelle der heute üblichen Vergasersysteme – senken den Kraftstoffverbrauch und leisten gerade in Entwicklungsländern einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Die Vernetzung revolutioniert auch die Mobilität. Das Auto der Zukunft wird zum persönlichen Begleiter und Assistenten des Fahrers. Zu den vernetzten Mobilitätslösungen, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, zählt beispielsweise die Falschfahrerwarnung aus der Cloud. Bosch liefert Hard- und Software und entwickelt sukzessive neue Services rund um das vernetzte Fahrzeug
Bilder: Bosch  

Denner betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Diesels für den weltweiten Klimaschutz: „Nur mit dem Diesel lassen sich beispielsweise die ambitionierten CO2-Ziele der Europäischen Union erreichen.“ Dieselfahrzeuge stoßen deutlich niedrigere CO2-Emissionen aus als vergleichbare Benzinfahrzeuge. „Auch in der Diskussion um Luftqualität in Städten und Feinstaub ist der Diesel ein Teil der Lösung und nicht des Problems“, sagte Denner. Mit Hilfe moderner Filtertechnik könne ein Diesel die Umgebungsluft in Großstädten sogar von Partikeln reinigen. „Der Diesel ist eine Luftreinigungsmaschine.“ Denner bekräftigte, dass noch nicht alle Optimierungsmöglichkeiten des Dieselantriebs ausgeschöpft seien. Bosch habe die Technologie, damit der Selbstzünder auch im realen Straßenverkehr geringste Stickoxid-Emissionen aufweise. „Es ist unser Ziel, dass Dieselfahrzeuge die aktuellen Grenzwerte nicht nur auf dem Prüfstand, sondern auch auf der Straße einhalten“, so Denner weiter. Bosch unterstütze daher ausdrücklich und bereits seit langem die Einführung eines realistischeren Testzyklus sowie Emissionsmessungen im realen Fahrbetrieb. Denner sprach sich zudem für regelmäßige Kontrollen von Serienfahrzeugen durch unabhängige Prüfinstitute aus.

www.bosch.com