24.06.2014
BP-Bericht und -Ausblick

Energieverbrauch steigt langsamer

Kürzlich hat BP seinen Energiebericht für das Jahr 2013 in Wien präsentiert. Zentrale Aussage: Der weltweite Primärenergieverbrauch ist im Vorjahr um 2,3 % und damit höher als 2012 (plus 1,8 %) gestiegen, liegt aber unter dem Zehnjahres-Mittelwert von 2,5 %.

Abgesehen von Öl, Atomenergie und Erneuerbaren wiesen alle eingesetzten Energieträger unterdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Mit einem Marktanteil von 32,9 % am globalen Energieverbraucht blieb Erdöl zwar der wichtigste Energieträger, verlor jedoch bereits das 14. Jahr in Folge Marktanteile und erreichte den niedrigsten Marktanteil seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1965.

Präsentierten die neuesten Daten rund um den weltweiten Energieverbrauch: Gerlinde Hofer, seit kurzem Chefin von BP Österreich, und BP-Analyst Kevin Goodwin

Bild: WEKA/ags  

Besonders in den Schwellenländern war der Energiehunger ungebrochen groß, 80 % des Anstiegs entfielen auf diese Regionen. Mit einem Plus von 3,1 % war die Erhöhung allerdings auch hier unterdurchschnittlich. In den OECD-Ländern hingegen wurde eine überdurchschnittliche Zunahme von 1,2 % verzeichnet. In den OECD-Staaten sorgten allen voran die USA für markante Verbrauchssteigerungen (plus 2,9 %), Rückgänge gab es in Europa (minus 0,3 %) und Japan (minus 0,6 %).

Ausblick bis 2035

Der zweite Teil der Präsentation war dem Ausblick bis 2035 gewidmet. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die globale Energienachfrage jährlich um 1,5 % steigen wird, wobei Öl bis zu diesem Zeitpunkt die niedrigste Steigerungsrate verzeichnen und lediglich eine durchschnittliche Erhöhung von 0,8 % pro Jahr aufweisen wird. Steigerungen bei Öl kommen ausschließlich aus den Nicht-OECD-Ländern China, Indien und dem Mittleren Osten. Erdgas soll jährlich um durchschnittlich 1,9 % und Kohle um 1,1 % steigen. Kernenergie (plus 1,9 %) und Wasserkraft (plus 1,8 %) werden laut BP moderat steigen, für Erneuerbare wird eine jährliche Zunahme um 6,4 % prognostiziert.

Was den CO2-Ausstoß betrifft, so sollen hier die Steigerungsraten im Vergleich zur jüngsten Zeit zwar moderater ausfallen, dennoch erwarten die Experten eine Erhöhung zwischen 2012 und 2035 um 29 %. Während die Emissionen in den OECD-Ländern um 9 % rückläufig erwartet werden, ist in den Nicht-OECD-Ländern mit hohen Steigerungsraten zu rechnen. 2035 könnten 72 % des CO2-Ausstoßes außerhalb der OECD anfallen.

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