16.04.2015
Automobilimporteure

Erneuter Marktrückgang rückführbar auf Steuerpolitik

Während europaweit ein Aufschwung im Automobilsektor zu verzeichnen ist, sank 2014 die Zahl der Neuzulassungen in Österreich bereits das dritte Jahr in Folge.

„In erster Linie geht das auf die permanenten Steuererhöhungen im automotiven Sektor zurück“, so Dr. Felix Clary, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure. „Die Politik schafft Rahmenbedingungen, die das Autofahren in Österreich zunehmend unattraktiv machen. Es ist zu befürchten, dass es 2015 – entgegen den europaweiten Trends – das vierte Jahr in Folge zu einem Marktrückgang kommen wird. Die Zahl der Neuzulassungen könnte auf unter 300.000 sinken“, so Clary.

Dr. Felix Clary, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure
Bild: Arbeitskreis Automobilimporteure  

Dies sei nicht weiter verwunderlich, habe es innerhalb der letzten zehn Jahre insgesamt zehn Steuererhöhungen im automotiven Sektor gegeben, was das Autofahren zusehends verteuere. Zuletzt wurden im März 2014 die NoVA und die motorbezogene Versicherungssteuer erhöht. Die aktuelle Steuerreform sieht eine weitere Steuererhöhung vor – konkret soll der Sachbezug für Dienstfahrzeuge mit Privatnutzung über 120g/km CO2-Ausstoß von 1,5 auf 2,0 % angehoben werden. „Das wird zu einem Rückgang im bis jetzt noch gut laufenden Firmenwagengeschäft führen und in weiterer Folge die gesamte Automobilwirtschaft in Österreich treffen.“

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