07.07.2015
Faurecia

Erster Partikelfilter für Benzinmotoren kommt

Was für Dieselmotoren heute ein Muss ist, wird es bald auch für Benziner: der Partikelfilter. Faurecia startete daher bereits 2011 mit der Entwicklung und konnte im vergangenen Jahr mit der Serienproduktion des weltweit ersten Benzinpartikelfilters beginnen.

Der Grund ist die Abgasnorm Euro 6c, die 2017 in Kraft tritt. Sie erlaubt für Ottomotoren mit Direkteinspritzung nur noch ein Zehntel des derzeitigen Rußpartikelausstoßes. „Rußpartikel sind kein spezifisches Dieselproblem“, sagt Emmanuel Jean, Emissions Master Expert bei Faurecia Emissions Control Technologies. „Auch Benziner, darunter besonders die Motoren mit Direkteinspritzung, erzeugen Partikel.“ Da sich der direkteingespritzte Kraftstoff erst im Brennraum mit Luft mischt, kann es passieren, dass einzelne Tröpfchen nicht vollständig verdampfen. Infolgedessen verbrennen sie nicht komplett und verlassen den Motor in Form kleinster Rußpartikel.

Emmanuel Jean, Emissions Master Expert bei Faurecia Emissions Control Technologies
Bild: Faurecia  

Hinzu kommt: Die Anzahl der Fahrzeuge mit der effizienten Direkteinspritzung, die die gleiche Leistung bei kleineren Hubräumen erlaubt und 15 % weniger Kraftstoff verbraucht, steigt stark an. „2016 wird allein in Europa jeder zweite Benzin-Pkw ein Direkteinspritzer sein“, lautet die Prognose von Jean. „Der Trend geht ganz klar zum Downsizing von Motoren, um Sprit zu sparen und Emissionen zu reduzieren.“ Nicht nur deshalb rechnen die Experten bei Faurecia mit einer steigenden Nachfrage: So sind Benzinpartikelfilter günstiger in der Herstellung und werden sich entsprechend schnell durchsetzen können.

Die Innovation des Automobilzulieferers ist für die Dauer eines kompletten Fahrzeuglebens ausgelegt. Mit dem in Serie produzierten Benzinpartikelfilter werden bereits heute künftige Abgasnormen erreicht.

www.faurecia.com