27.01.2014
Kfz-Steuer

Kritik an "unverhältnismäßiger" Erhöhung

Die Automobilwirtschaft fordert eine Rücknahme der angekündigten Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer. Der eingehobene Steuersatz liege bereits jetzt im europäischen Spitzenfeld und belaste die Budgets der privaten Haushalte in unverhältnismäßiger Höhe.

Dazu Felix Clary, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure: "Die nochmalige Erhöhung des im EU-Vergleich bereits auf einsamen Spitzenniveau befindlichen Steuersatzes ist unverhältnismäßig, in diesem Ausmaß sogar schon sittenwidrig. Die Regierung bedient sich abgabenseitig schamlos bei den Steuerzahlern und versucht das mit lächerlichen Zuwendungen auf anderen Gebieten zu kaschieren." Die Erhöhung der Familien- und Kinderbeihilfe, die bisweilen realitätsfern mit der Steuerhöhung für Kfz in Verbindung gebracht werde, decke kaum die nun anfallenden Mehrausgaben einer Familie mit einem durchschnittlich motorisierten Mittelklasse-Pkw, heißt es weiter.

"Erhöhung in diesem Ausmaß sogar schon sittenwidrig"
Bild: herzform/Fotolia  

Durch die im Gegensatz zu früher höheren Motorenleistungen sind die Staatseinnahmen aus der motorbezogenen Versicherungssteuer in den letzten zehn Jahren bereits um über 41 Prozent angestiegen. Die neuerliche Anhebung wird die Privatbudgets der Österreicher mit weiteren 253 Millionen Euro belasten. Insgesamt dürfte das Gesamtaufkommen für die motorbezogene Versicherungssteuer 2014 bei etwa zwei Milliarden Euro und damit mindestens 12,5 Prozent über dem Gesamtbetrag von 2013 liegen.

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