23.10.2013
Würth-Ausstellung

Malerei trifft Porzellan

Seit 21. Oktober sind im Art Room Würth Österreich Werke zweier in Niederösterreich geborenen Künstler zu sehen, deren Werke über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind: Gundi Dietz und Roman Scheidl.

Der Montageprofi Würth stellt erstmals Werke der beiden Künstler gemeinsam aus. Hier treffen die schwelgerische Malerei Scheidls und die entrückten Porzellanskulpturen von Gundi Dietz aufeinander. „Zu Scheidl und Dietz gibt es in zweierlei Hinsicht Verbindung. Roman Scheidl ist mit seiner Arbeit in der Sammlung Würth vertreten, Gundi Dietz ist als Künstlerin mit niederösterreichischen Wurzeln neben ihrer internationalen Tätigkeit tief verbunden mit der Region, in der auch Würth Austria tätig ist“, so Würth Österreich Geschäftsführer Alfred Wurmbrand.

Roman Scheidl, Plötzlich in Paris, 1994, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, Besitz des Künstlers
   

In Roman Scheidls Malerei haben sowohl Abstraktion, Figuration und Erzählung Platz. Mit seiner konsequenten Suche nach einer Verbindung von figurativer und informeller Gestaltung hat er einen eigenen Stellenwert in der neueren Malerei Österreichs. Neben der Malerei ist die Zeichnung, vor allem Tuschepinselzeichnungen, die er auch live ausführt, sein wichtigstes Ausdrucksmittel. Seine Zeichenfilme gemeinsam mit Katharina Puschnig für den TV-Sender BR-alpha sind mittlerweile Kult.

Gundi Dietz wurde in den 1970 und 80er Jahren mit ihren porzellanenen Frauenfiguren bekannt. Dem Werkstoff Porzellan ist sie bis heute treu geblieben. Heute ist Gundi Dietz eine der bedeutendsten Porzellankünstlerinnen der Gegenwart. Einer ihrer berühmtesten Fans ist die Schauspielerin Sharon Stone, eine leidenschaftliche Sammlerin von Dietz-Kunst.

Gundi Dietz, Büste, 2006, Augartenporzellan, H ca. 35 cm, Besitz der Künstlerin
Bild: VBK  

Die Ausstellung im Art Room spannt einen Bogen über 40 Jahre Kunstschaffen Roman Scheidls und zeigt 28 skulpturale Arbeiten zumeist aus Porzellan von Gundi Dietz aus den Jahren seit 2000. Beide künstlerische Positionen verbindet in dieser Ausstellung als Gemeinsamkeit die Transformierung fernöstlicher Einflüsse in westliche zeitgenössische Kunst.

Die Vernissage am 21. Oktober 2013 begleiteten die Künstler selbst und gaben sehr persönliche Einblicke in die Herkunft der schwelgerischen Malerei Scheidls und der berührenden Porzellankunst von Gundi Dietz, die in dieser Ausstellung aufeinander treffen. (v.l.) Roman Scheidl, Gundi Dietz und Würth Österreich Geschäftsführer Willi Trumler
Bild: Fotoprofis/Gerald Lechner  

 

artroom.wuerth.at