21.07.2016
Automobilimporteure

"Schadstoffreduktion ist Autoindustrie zu verdanken"

Die Automobilimporteure weisen die medial getätigte Kritik von Landesrätin Dr. Astrid Rössler an der Automobilindustrie zurück.

„Die Zahlen und Fakten sprechen eine eindeutige Sprache: Die realen Schadstoffemissionen von Pkw konnten in den vergangenen Jahren erheblich reduziert werden und es ist allen voran die Automobilindustrie, welcher diese erfreuliche Entwicklung zu verdanken ist“, so der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure Günther Kerle heute, Dienstag. „Tatsache ist, dass parallel zu den NOx-Grenzwerten auch die Realemissionen von Euro 1 bis Euro 6 nachweislich gesunken sind – auch wenn im alltäglichen Gebrauch im Straßenverkehr leider nicht im selben Ausmaß wie bei den Grenzwerten“, so Kerle. Dass die Realemissionen sehr wohl und zwar erheblich gesunken sind, werde auch in der Studie „Pkw-Emissionen zwischen Norm- und Realverbrauch“ des Umweltbundesamtes im Auftrag der Arbeiterkammer (2015) klar dargestellt.

Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure
Bild: Mazda/IV  

 

Automobilindustrie als Innovationstreiber

Stammten im Jahr 1980 noch 29,2 % (73.200 Tonnen) der NOx-Gesamtemissionen in Österreich aus dem Pkw-Verkehr, so waren es 2014 nur noch 12,8 % (16.600 Tonnen). „Dieser Erfolg basiert in erster Linie darauf, dass die Automobilindustrie mit Hochdruck an neuen Technologien arbeitet und Milliarden in Forschung und Entwicklung investiert. Der moderne Euro 6-Dieselmotor ist sauber, effizient und leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Die Automobilhersteller arbeiten intensiv daran, das gesamte Potenzial des Verbrennungsmotors auszureizen. Zudem kann die Elektromobilität einen wesentlichen Faktor bei der Schadstoffreduzierung darstellen. Bei den alternativen Antrieben und insbesondere bei der Elektromobilität ist die Automobilindustrie bereits massiv in Vorleistung getreten und bietet schon jetzt eine große Palette an entsprechenden Fahrzeugen am Markt an“, so der Sprecher der Automobilimporteure.

Gerade auch im Bereich der Umwelttechnologien leistet die Automobilindustrie einen wesentlichen Beitrag und insbesondere Österreich hat hier eine Vorreiterrolle inne, wie die kürzlich erschienene Studie „Leitbranche Automobilwirtschaft – Innovative Leistungen im Bereich der Umwelttechnologien“ (Economica Institut für Wirtschaftsforschung, 2016) klar aufzeigt. „Es wäre viel zu einfach und ist obendrein schlichtweg falsch, wenn die Automobilindustrie als Innovationsbremser und Sündenbock dargestellt wird. Wenn es um Klimaschutz geht, bedarf es integrierte und ganzheitliche Lösungsansätze – die Automobilindustrie erledigt hier ihre Hausaufgaben. Falsche Schuldzuweisungen andererseits bringen hingegen definitiv niemandem etwas und sind die wahren Bremser“, stellte Kerle abschließend fest.