15.10.2014
Nachhaltige Emissions-Reduzierungen

UN-Studie räumt mit falschen Mythen auf

In Bezug auf die Aussagen des VCÖ zur der Gesundheitsschädlichkeit von Dieselfahrzeugen verweist die österreichische Automobilwirtschaft auf eine aktuelle Studie der UN-Wirtschaftskommission für Europa, in der die Emission von krebserregenden Partikeln untersucht wird.

Die UNECE stellt fest, dass nur etwa 15 % der innerhalb Europas verursachten schädlichen Partikelemissionen auf den Straßenverkehr zurückzuführen sind und "...die Behauptung, dieselbetriebene Straßenfahrzeuge wären der Grund für ein steigendes Risiko von Lungenkrebs, irreführend ist." In der Zusammenfassung der Studie wird geschlossen: "Aus diesem Grund muss die Darstellung, dass Lungenkrebs hauptsächlich von Dieselabgasen aus dem Straßenverkehr verursacht wird, dringend revidiert werden."

Dr. Felix Clary, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure
Bild: Arbeitskreis Automobilimporteure  

Den größten Anteil an der Verursachung der gesundheitsgefährdenden Partikel haben mit bis zu über 50 % Haushalte, Gewerbe und Heizanlagen. Dieser Bereich kann auch als einziger im beobachteten Zeitraum seit 1990 keinen signifikanten Rückgang verzeichnen, bei den Partikeln PM10 ist sogar ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Alle anderen Verursacher, etwa Industrie, Abfallwirtschaft oder Energieproduktion haben im selben Zeitraum nachhaltige Reduzierungen ihrer Emissionen erreicht. Ebenso der Straßenverkehr, dessen Partikelemissionen trotz Ansteigens des Dieselanteils und des Verkehrsaufkommens um bis zu 42,9 % gesenkt wurden. So hält auch die Studie der UNECE fest, dass der Verkehrssektor der am besten regulierte und am intensivsten mit Maßnahmen zur Partikelreduktion bedachte Bereich ist.

Dr. Felix Clary, Vorsitzender des Verbandes der Automobilimporteure: "Die Tatsache, dass der Straßenverkehr nun definitiv nicht länger als der große Schuldige für gesundheitsschädliche Partikelemissionen dargestellt werden kann, macht den Blick auf die anderen, wirklich großen Emittenten frei. Die Konzentration auf den Straßenverkehr hat die Automobilwirtschaft zum Klassenbesten in Sachen Emissionsbekämpfung gemacht. Jetzt müssen die anderen Bereiche dringend nachziehen."