30.04.2013
34. Motorensymposium

Vielfalt der Automobilantriebe sichert nachhaltige Mobilität

Automobilantriebe der Zukunft und zukünftige Formen der Mobilität standen im Fokus des 34. Internationalen Wiener Motorensymposiums, das in der Vorwoche in der Wiener Hofburg stattfand.

1000 Motorenexperten aus aller Welt diskutierten in mehr als 40 Vorträgen Zukunftsszenarien der Automobilantriebe und erörterten den Stand der Technik.

Univ.-Prof. Hans Peter Lenz, Vorsitzender des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik und Leiter der Veranstaltung, fasste zusammen:" Es war noch nie so spannend in der Entwicklung der Automobilantriebe wie heute. Noch nie hatten wir durch die Fortschritte der Technik so große Möglichkeiten für Verbesserungen.

Univ.-Prof. Hans Peter Lenz
Bild: TU Wien  

Unser Ziel, nachhaltige Mobilität sicher zu stellen, werden wir auch in Zukunft erreichen, dabei setzten wir weniger auf revolutionäre Prozesse als auf Evolution, langjährige Entwicklungsprozesse. Man stand in den letzten Jahren vor zum Teil übergroßen Erwartungshaltungen an neue Antriebskonzepte wie die reine Elektromobilität. Dies ist mittlerweile vorbei, durch sachliche Berichterstattung ersetzt."

Die Zukunft der Automobilantriebe liegt in der Kombination Verbrennungsmotor / Elektromotor. Jeder Antrieb arbeitet dort, wo seine Effizienz am höchsten ist. Wer hätte gedacht, dass sich der Verbrennungsmotor auch nach 137 Jahren Entwicklungsarbeiten als so ungeheuer anpassungsfähig an die neuen Anforderungen erweisen würde. Keiner braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn er ein neues Auto kauft. Die Fortschritte von Modellreihe zu Modellreihe sind groß, 15 bis 20 Prozent Verbrauchsabsenkung sind keine Seltenheit, betonte Prof. Lenz.

Weitere Erkenntnisse aus der Veranstaltung: "Alternative Kraftstoffe werden vermehrt Anwendung finden. Öl wird aber noch für Dekaden die Hauptquelle unserer Kraftstoffe sein. Kraftstoffe haben in manchen Ländern oft unzureichende Qualität und damit eine negative Wechselwirkung auf unsere Verbrennungsmotoren. Schwefelfreier Otto-Kraftstoff über Europa hinaus würde z.B. die Einführung magerbetriebener besonders sparsamer Ottomotoren ermöglichen. Eine globale Koordination der Kraftstoffqualität scheint dringend erforderlich. Darüber hinaus möchte man sich wünschen, dass Erdgas - das in genügender Menge zur Verfügung steht, ebenso dafür ausgereifte Motoren - mehr Anklang findet", so Prof. Lenz.

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