08.05.2013
606,6 Millionen Euro Umsatz

Zuwächse für Miba

Die Miba Gruppe, eines der führenden österreichischen Technologieunternehmen mit starkem Fokus Automobilzulieferindustrie, konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr nochmals steigern.

Der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 stieg auf 606,6 Millionen Euro, das EBIT auf 69,9 Millionen Euro. Insgesamt 80 Millionen Euro Zukunfts-Investitionen tätigte der Konzern 2012 in Kapazitätserweiterung, Forschung & Entwicklung sowie in Aus- und Weiterbildungsprogramme.

Kurs auf profitables Wachstum

Das Marktumfeld sei herausfordernd gewesen, hieß es bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. "Während die Nachfrage nach unseren Komponenten für Motoren und Getriebe im ersten Halbjahr erfreulich hoch war, setzte sich dieser Trend im zweiten Halbjahr nicht fort", relativiert Peter Mitterbauer ein wenig das insgesamt erfreuliche Ergebnis. "Umso mehr setzen wir jetzt auf Maßnahmen wie die unternehmensweite Standardisierung von Kernprozessen und bereiten intensiv Produktneueinführungen in allen Geschäftsbereichen vor. Damit schaffen wir die besten Grundlagen für das Bestehen in einem volatilen Marktumfeld und weiterhin profitables Wachstum", bekräftigte F. Peter Mitterbauer, der im Juli den Vorstandsvorsitz von seinem Vater übernehmen wird.

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden: (v.l) MMag. Markus Hofer, Vice President Corporate Finance Miba AG, designierter Finanzvorstand der Miba AG, DI DDr. h.c. Peter Mitterbauer, CEO und CFO der Miba AG und DI F. Peter Mitterbauer, CEO Miba Friction Group, designierter Vorstandsvorsitzender der Miba AG

Bild: Miba AG/APA-Fotoservice/Preiss  


Marktanteile gehalten

"Dank konsequenter Fokussierung auf Technologieführerschaft, einer soliden finanziellen Basis sowie hoch qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir unsere Marktanteile in der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie erfolgreich behaupten", so Peter Mitterbauer. In dieser Branche ist die Miba mit der Entwicklung und Produktion von Gleitlagern, Sinterformteilen, Reibbelägen, Leistungselektronik-Komponenten und Sondermaschinen wichtiger Partner für alle namhaften Hersteller.

China und USA als Wachstumsmärkte

Trotz des vorsichtig positiven Ausblicks des Internationalen Währungsfonds mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent ist die Entwicklung auf den Absatzmärkten der Miba schwer vorhersehbar: In den ersten Monaten 2013/14 setzte sich die zurückhaltende Entwicklung des zweiten Halbjahres 2012/13 fort. Ausnahmen sind die Automobilbranche in den USA und der Lkw-Markt in China, der wieder anzuziehen beginnt. "Für das Gesamtjahr 2013/14 können wir nicht mit Sicherheit von weiterem Wachstum ausgehen, rechnen aber längerfristig mit einer spürbaren Erholung. Die Zeichen stehen gut – insbesondere für China und die USA", so F. Peter Mitterbauer. Am chinesischen Standort wird die Miba in den kommenden Jahren mehr als 30 Millionen Euro in zusätzliche Produktionskapazitäten investieren, in den USA bereitet sich das Unternehmen auf einen weiteren Großauftrag aus der nordamerikanischen Baumaschinenindustrie vor.

Miba ist unter anderem auf Sinterformteile für Pkw-Antriebssysteme spezialisiert

Bild: Miba AG  


Verbrennungsmotor bleibt „state of the art"

Der Verbrennungsmotor wird in den kommenden Jahrzehnten die bestimmende Antriebsart bleiben, sagten sowohl Peter Mitterbauer als auch sein Sohn F. Peter Mitterbauer. Schon jetzt beschäftige sich Miba aber bereits eingehend mit alternativen Antrieben, etwa der Brennstoffzelle oder dem E-Antrieb. „Der klassische Verbrennungsmotor hat ein noch ganz enormes Potenzial, auch was die Verwendung neuer Brennstoffe betrifft. Beim Elektromotor gibt es hingegen die ungelöste Frage der effizienten Energiespeicherung, sprich der Batterie. Die Zukunft des Elektroantriebs liegt eher in Nischenmärkten und vorrangig im Stadtverkehr", lautet die Einschätzung von Peter Mitterbauer.

www.miba.com