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29.10.2009
ZF
Pkw-Fahrwerke werden leichterNeue Wege in der Fahrwerktechnik: Mit 2 Konzepten für Pkw-Hinterachsen zeigt ZF, welches Potenzial sich durch Leichtbau und Funktionsintegration ergibt. Im Zielvisier dabei: mehr Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung. Gewichtseinsparungen sind auch im Fahrwerk möglich – und dort besonders sinnvoll. Sinkt das Gewicht des Fahrwerks, genügt eine geringere Motorisierung, um dieselben Fahrleistungen wie ein Auto mit konventionellem Fahrwerk zu erreichen. Weniger ungefederte Massen haben außerdem deutlich bessere Dynamikund Komforteigenschaften des Fahrzeugs zur Folge. Gleiche Leistung bei weniger AufwandHöhere Wirtschaftlichkeit war eines der Hauptziele bei der Entwicklung der Achsstudie mit radführender Querblattfeder. Durch neue Werkstoffe und Funktionsintegration konnte die Anzahl der Bauteile reduziert werden – und das ohne Kompromisse bei den Fahreigenschaften. Wesentlich an dem neuen ZF-Achskonzept ist eine Querblattfeder aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Dieses einzelne Bauteil übernimmt über die Federungs- und Stabilisierungsfunktionen hinaus auch die Radführung – und damit essentielle Aufgaben für die Spurstabilität und Fahrsicherheit eines Fahrzeugs.
Durch den Einsatz dieses zentralen Bauteils fallen bislang notwendige Stabilisatoren mit Lagerung sowie je zwei Pendelstützen, Querlenker und konventionelle Schraubenfedern weg. Folglich sinkt auch der Montage- und Integrationsaufwand – und dies ohne Abstriche am Fahrverhalten oder an den Möglichkeiten zur spezifischen Auslegung durch den Fahrzeughersteller. Kostengünstige Alternative zur MehrlenkerachseEinen anderen Entwicklungsansatz verfolgt die MCT-Achse ("Multi Compliance Twist Beam Axle") von ZF. Ziel dieser Studie war es, ein innovatives und wirtschaftliches Hinterachskonzept auf Basis einer Verbundlenkerachse zu entwickeln, das jedoch ohne erhebliche Mehrkosten annähernd die Performance einer Mehrlenkerachse ermöglicht. Um die kinematischen und elastokinematischen Eigenschaften einer Mehrlenkerachse zu erreichen ist normalerweise die Funktionstrennung und dadurch gezielte Auslegung der fahrwerkspezifischen Eigenschaften notwendig.
Die gelagerten Radträger wirken sich zudem günstig auf die Schwingungsentkopplung aus. Die elastokinematischen Achskennwerte bieten Automobilentwicklern und -herstellern zusätzliche Auslegungsfreiheiten. |
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