14.01.2010
Tag der Kfz-Wirtschaft

"Rückwärts zum pace-breaking"

Der Tag der Kfz-Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreichs brachte eine Fülle von Informationen für das Kfz-Gewerbe. Dr. Hans Jörg Schelling, Vizepräsident der WKÖ, stimmte das Publikum mit einem Motivationsschub ein.

"Man muss weg kommen vom benchmarking und neue Wege suchen, ein so genanntes pace-breaking", sagte Schelling. Er führte Beispiele aus dem Sport an, den Fosbury-Flop, der das Hochspringen revolutionierte, den V-Stil der Skispringer, der Bubi Bradls "Hände an den Hosennähten" ablöste, sowie den carving-ski, der jede benchmark verlassen hatte.
"Wege, die lange Zeit beschritten wurden, reichen nicht aus", sagte Schelling an die Adresse der Autohändler und Werkstattbetreiber. "Es kommt jemand, der rückwärts springt und neue Höhen meistert."
Schelling räumte ein, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen nicht zu Ende seien und dass es noch viele Jahre dauern werde, "um die Folgen der Krise zu beseitigen". Aber endlich habe es strukturelle Maßnahmen gegeben, die verhindern, dass die Kaufkraft zurückgeht und die Mobilität in hohem Maß erhalten bleibt.
Mit Blick auf die Autobranche macht sich Schelling Sorgen um die Erträge und schlechte Kapitalausstattung, die die Turbulenzen massiv beschleunigen. "Ich habe den Eindruck", so Schelling, "dass diese Turbulenzen von Ihrer Branche nicht selbst geprägt sind, sondern durch die Rahmenbedingungen entstehen. Verzichten Sie deshalb nicht auf Ihre unerfüllten Wünsche und Forderungen an die Politik. Der stete Tropfen höhlt den Stein, Sie können viel erreichen."

Die Autobranche im Würgegriff? WKÖ-Vizepräsident Dr. Hans Jörg Schelling nahm Max, den neuen Miniatur-Kfz-Techniker, in die Mangel, damit er bessere Erträge für die Kfz-Betriebe erwirtschafte

Bild: Lischka

 

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