06.09.2017
Wahlkampf-Getöse

Kern auf grünem Kurs gegen Verbrennungsmotoren ab 2030

Die Arbeiter wählen längst FPÖ, der Mainstream huldigt dem Obmann der neuen ÖVP, Sebastian Kurz, der in den Umfragen zur Nationalratswahl überlegen führt, da versucht Bundeskanzler Christian Kern offenbar bei den grün-orientierten Wählern zu punkten.

Dem Vernehmen nach tritt der SPÖ-Obmann für ein Verbot von Neuzulassungen mit Verbrennungsmotoren ab 2030 ein. Weiters stimmt er dem Vorschlag von Grünen-Chefin  Ingrid Felipe zu, Sammelklagen gegen die Konzerne vorzubereiten und zitiert "Experten", wonach die Diesel-Updates nicht reichen würden. Lob erhält er dafür von Ulrike Lunacek, die mit ihren Grünen droht, an der 4-%-Hürde zu scheitern. Offenbar gibt es gegenwärtig eine starke Wählerbewegung von den Grünen zur SPÖ, die der SPÖ-Frontmann nun verstärken möchte. Das Ganze könnte aber zum Nullsummenspiel werden, denn mit seiner Haltung gegen Diesel-Pkw wird er Pendler und Firmenwagenlenker wohl verärgern und an Zustimmung bei dieser großen Wählergruppe verlieren.

Kerns im ORF-Interview vorgebrachte "Drohung", als Zweiter in Opposition zu gehen, wurde tags darauf von Burgenlands Landeshauptmann Niessl konterkariert. "Opposition ist Mist", meinte er, wohlwissend, dass dann sein Intimus, der beliebte Verteidigungsminister Hans-Peter Doskozil, als Vizekanzler bereitstünde. Eine wohl wahrscheinlichere Koalitions-Variante als schwarz-blau. (aü)

Fotohinweis: VW